Quartier agil - aktiv vor Ort
Trainingsprogramm für ältere Menschen in Altenbochum



Aufgabenstellung

Es soll in dem Projekt darum gehen, ein neuartiges, IT-gestütztes Angebot für ältere Menschen zu entwickeln, welches sie in ihrem Wohnquartier zu körperlichen und geistigen Aktivitäten anregt. Dazu suchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zunächst häufig frequentierte Anlaufstellen im Quartier, die sie im Sinne eines Mappings, also einer Kartographie, identifizieren. Da die älteren Menschen am besten selbst Auskunft über ihre eigene Lebensführung in ihrem Umfeld geben können, werden mit ihnen Gespräche geführt. So werden die älteren Menschen an den Überlegungen, wie das soziale Miteinander im gemeinschaftlichen Alltag gestärkt werden kann, beteiligt. Die drei hsg-Experten Prof. Dr. Christian Grüneberg, Prof. Dr. Sascha Sommer und Prof. Dr. Christian Thiel, die in dem Projekt für den Bereich der Mobilität und Kognition verantwortlich sind, waren sich darin einig, dass das die Herausforderung für die kommenden zweieinhalb Jahre darstellt. Prof. Dr. Oliver Koch sowie Prof. Dr. Uwe Handmann von der Hochschule Ruhr West sind verantwortlich für die technische Entwicklung. Hierfür soll ein digitaler Assistent, angepasst an die Bedürfnisse älterer Menschen, entwickelt werden.

Ausblick

Die Erkenntnisse und Erfahrungen sollen laut der Experten und Expertinnen sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ein Durchführungsmanual für den Transfer in andere Quartiere, Städte und Regionen münden. „Am Ende soll ein Trainingsprogramm mit einer technischen Applikation zur Verfügung stehen, das ältere Menschen in ihrem häuslichen Umfeld und in Ihrem Wohnquartier nutzen können, um ihren Geist und ihren Körper gemeinsam zu trainieren, damit sie besser an der Gesellschaft teilhaben können“, sagte Prof. Dr. Oliver Koch, Projektleiter für die technische Entwicklung.

Training vor Ort im Quartier

Zu einer sommerlichen Runde Boccia trafen sich am 02.06.2017 die Teilnehmer*innen auf dem Sportplatz.





Perfektes Wetter für eine flotte Wanderung um den Ümminger See am 17.05.2017.





Beim Wikingerschach im Goerdtpark am 25.04.2017 konnten die Teilnehmer*innen ihr werferisches Können unter Beweis stellen.





Die Quartier agil Gruppe beim Ostereier-Bowling auf dem Friemannplatz. Team "rot" gewinnt knapp vor Team "blau".





Gemeinsames Treffen am 24.03.2017 in der Bäckerei Wickenburg zum Kaffee, Kuchen und Knobeln.





Die Teilnehmer*innen trafen sich am 10.03.2017 am Kult-Kiosk in Altenbochum, um gemeinsam die Sonne zu genießen und per Smartphone einige Wissensfragen zu bewältigen.

Erster Trainingszyklus im Projekt „Quartier agil“ gestartet

Am 11.01.17 haben Senior*innen aus Altenbochum an der hsg mit dem Training im Projekt „Quartier agil – aktiv vor Ort“ begonnen. Sie werden in den kommenden sechs Monaten in ihrem Quartier ihre sprachlich-kognitive und körperliche Leistungsfähigkeit trainieren. Die Trainings werden durch Smartphones mit einer eigens entwickelten App ergänzt. Das Projekt, in dem die Studienbereiche Physiotherapie und Logopädie kooperieren, möchte durch die Verschränkung körperlichen und sprachlich-kognitiven Trainings ältere Menschen dabei unterstützen, möglichst lange aktiv zu bleiben. Im Sommer startet in Altenbochum der zweite Trainingszyklus.

Meilensteine

  • 28.06.2017 - Erster Trainingszyklus im Projekt „Quartier agil“ beendet. Am 09.08.2017 startet der zweite Trainingszyklus.

  • 17. -18.02.2017 - Das Projekt „Quartier agil – aktiv vor Ort“ stellt sich auf dem 18. wissenschaftlichen Symposium des Deutschen Bundesverbandes der akademischen Sprachtherapeuten mit einem Posterbeitrag vor

  • 11.01.2017 - Erster Trainingszyklus im Projekt „Quartier agil“ gestartet

  • September 2016 - Start der Rekrutierung von Probanden

  • 14.09.2016 - Zwischenveranstaltung: Präsentation des Interventionsrahmens und des Prototyps

  • 22.06.2016 - Vorstellung des Projekts im Seniorennetzwerk Altenbochum

  • 08.04.2016 - Anforderungsanalyse der technischen Umsetzung

  • 10.03.2016 - Auswahl des Quartiers

  • 02.02.2016 - Startveranstaltung und Diskussionsrunde

  • 01.01.2016 - Start des Projektes Quartier agil

Projektpartner


BMBF

Bildung, Forschung und Innovation sind die zentralen Handlungsfelder für Deutschlands Zukunft. Dafür investiert die Bundesregierung zusätzliche Mittel in Milliardenhöhe. Das BMBF hat die Weichen zu mehr Wachstum und Innovation erfolgreich gestellt.

hsg

Am 01.11.2009 wurde in Bochum die bundesweit erste staatliche Hochschule für Gesundheit gegründet. Die Hochschule wird in den nächsten Jahren rund 1.300 Studienplätze in unterschiedlichen Studiengängen des Themenfeldes Gesundheit anbieten und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Akademisierung von Gesundheitsberufen sowie zur Optimierung von Versorgungsstrukturen.

HRW

Die Hochschule Ruhr West (HRW) ist eine junge staatliche Hochschule mit hohen Qualitätsstandards. Sie hat ihre Standorte in den Städten Mülheim an der Ruhr (Duisburger Straße 100) und Bottrop (Lützowstraße 5). Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Informatik, Ingenieurwissenschaften, Mathematik, Naturwissenschaften und Betriebswirtschaftslehre. Einzigartige und vor allem praxisorientierte Studienangebote sprechen immer mehr Studierende an.

Diakonie Ruhr

Die Diakonie Ruhr ist mit 62 Diensten und Einrichtungen in Bochum, Witten, Dortmund und Lünen präsent. Zu ihr gehören das Ev. Krankenhaus Witten und die Bereiche Alten-, Behinderten-, Suchtkranken-, Wohnungslosen-, Kinder- und Jugendhilfe. Neben vielfältigen Beratungsangeboten und drei Schulen finden sich zehn Altenpflegeheime sowie ein ambulanter Pflegedienst. Für Menschen mit Behinderungen unterhält sie mehrere Wohnheime und Werkstätten sowie eine integrative Kindertagesstätte. Die Diakonie Ruhr gehört zum Evangelischen Verbund Ruhr mit insgesamt über 5000 Mitarbeitern.

Stadt Bochum

Bochum ist eine weltoffene Großstadt mit einem besonders liebenswerten Charakter. Mitten im Ruhrgebiet hat sie sich zu einem Zentrum für Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung entwickelt. Zu den größten Arbeitgebern der Stadt zählen die Hochschulen. Diese und die neben ihnen angesiedelten Technologie-Zentren sowie die Gesundheitswirtschaft repräsentieren heute den Standort Bochum. Darüber hinaus bietet Bochum neben einem breiten Kultur- und Freizeitangebot auch eine überdurchschnittlich bürgerorientierte Infrastruktur.

Assoziierte Projektpartner


Frauenhofer ISST

Fraunhofer ISST erarbeitet Digitalisierungsstrategien und entwickelt IT Infrastrukturen und Lösungen für Digital Health Lösungen für den klinischen Arbeitsalltag, intersektorale Versorgungsstrukturen, Patientenkommunikation sowie technische Unterstützungslösungen für ein selbstbestimmtes und aktives langes Leben im heimischen Lebensumwelt (Wohnung, Quartier). Neben der Unterstützung medizinischer Verfahren (Prävention, Diagnose, Therapie, Telemedizin) besteht ein Hauptaugenmerk auf der Entwicklung soziotechnischer Systeme zur Förderung von Teilhabe und Selbständigkeitserhalt im Alltagsumfeld.

Stadt Bottrop

Bottrop ist als Modellstadt „Innovation City Ruhr“ eine engagierte Großstadt inmitten der Metropole Ruhr. Nicht nur beim klimagerechten Stadtumbau nimmt Bottrop deutschlandweit eine Vorreiterrolle ein, Bottrop ist auch Zukunftsstadt und entwickelt gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern Visionen für eine lebenswerte Stadt 2030+. Die Wirtschaftsförderung Bottrop setzt sich für eine zukunftsfähige Wirtschaftsstruktur Bottrops ein, dazu gehört unter anderem auch die Weiterentwicklung der Gesundheitswirtschaft am Standort Bottrop.

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